ÄNDERUNG DER RICHTLINIE DES OLG ROSTOCK ZUM UNTERHALT!

Hinweise zur Änderung von Unterhalt ab 01.01.2016:
Ab Januar 2016 müssen Unterhaltspflichtige mehr für ihre Kinder zahlen, denn es gibt zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate eine neue Düsseldorfer Tabelle. Diese regelt die Höhe des Kindesunterhalts. Ausschlaggebend ist dabei das Nettoeinkommen des zahlungspflichtigen Elternteils. Die Düsseldorfer Tabelle regelt bundesweit Unterhaltsansprüche für Millionen Trennungskinder. Sie wird in Abstimmung mit den Familiensenaten der Oberlandesgerichte und dem Deutschen Familiengerichtstag erstellt.
Mindestunterhalt steigt
Der Mindestunterhalt steigt für Kinder bis zum fünften Lebensjahr auf 335 €. Sechs- bis Elfjährige haben einen Anspruch von 384 €. Zwölf- bis 17-Jährige bekommen mindestens 450 € monatlich.
Mehr Geld für volljährige Kinder
Volljährige Kinder, die studieren und nicht bei ihren Eltern wohnen, haben künftig einen Anspruch von 735 € im Monat. Darin enthalten ist ein Wohnkostenanteil von 300 €.

Nachfolgend beispielhaft die Unterhaltssätze für Minderjährige ab 2016:

Bei einem 3jährigen Kind und einem Nettoeinkommen von bis zu 1.500 € beträgt der Unterhalt 335 €. Bei einem Nettoeinkommen vom 1.900 € beträgt der Unterhalt für ein 17jähriges Kind 473 €. Bei dem Unterhaltsanspruch des Kindes ist das Kindergeld anzurechnen – bei minderjährigen Kindern zur Hälfte, bei volljährigen vollständig. Die tatsächlichen Zahlbeträge verringern sich demnach entsprechend.

Alles über das Kindergeld 2016 finden Sie in unserem weiteren aktuellen TIPP!

Änderung der Mindestunterhaltsverordnung
Ab 1. Januar 2016 orientiert sich der Mindestunterhalt am Existenzminimum der Kinder. Der Betrag wird erstmals zum 1. Januar 2016 und dann alle zwei Jahre durch Rechtsverordnung festgelegt.
Selbstbehalt für Unterhaltspflichtige
Wie viel Unterhaltspflichtige von ihrem Einkommen behalten dürfen, ist ebenfalls geregelt:
Unterhaltspflichtig gegenüber… Selbstbehalt
Kindern bis 21 Jahre (im Haushalt eines Elternteils und allg. Schulbildung), Unterhaltspflichtiger ist erwerbstätig 1080 €
Kindern bis 21 Jahre (im Haushalt eines Elternteils und allg. Schulbildung), Unterhaltspflichtiger ist nicht erwerbstätig 880 €
In den 1080 € beziehungsweise 880 € Selbstbehalt sind bis 380 € für Unterkunft einschließlich Nebenkosten und Heizung enthalten. Der Selbstbehalt soll erhöht werden, wenn die Wohnkosten (Warmmiete) den ausgewiesenen Betrag überschreiten und nicht unangemessen sind.

Weitere Informationen können Sie in unserem monatlichen Seminar: „Trennung-Scheidung-Unterhalt“ (siehe Information und Beratung) erhalten.